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Geschichte |
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Interessantes aus unserer Geschichte
Aufgrund einer im Archiv des Klosters St. Gallen befindlichen Urkunde aus dem
Jahre 876 kann unsere Gemeinde auf eine belegbare Geschichte von mehr als 1100
Jahren zurückblicken. Die Endsilbe "-ingen" lässt darauf schließen, dass der
Wohnplatz Dettingen bereits seit der sogenannten Landnahmezeit existiert, d. h
als die Alemannen/Schwaben nach der Völkerwanderung im 3./4. Jahrhundert nach
Christus auch in unserer Gegend sesshaft geworden sind. Vom 11. Jahrhundert bis zum Jahre 1810 gehörte unser Dorf zur Herrschaft Kellmünz. Wegen der strategisch günstigen Lage hatten schon die Römer in Kellmünz eines ihrer militärisch wichtigsten Kastelle (Coelius mons) in Süddeutschland errichtet. Die Herrschaft Kellmünz bestand zu jener Zeit aus den Ortschaften Kellmünz, Filzingen, Ober- und Unterdettingen sowie Höfen in Pleß und Oberroth. Die Herrschaft Kellmünz stand dem Grafen Rudolf von Bregenz zu und ging 1167 durch Erbfolge an den Pfalzgrafen Hugo von Tübingen über. 1342 wurde das alte staufische Adelsgeschlecht der Ritter von Rechberg mit der Herrschaft Kellmünz belehnt. Die Ritter von Rechberg, die ihre Stammburg in Hohenrechberg bei Donzdorf hatten, übten bis 1789 die Herrschaftsrechte aus. Da die Ritter von Rechberg ihre Macht nicht missbrauchten, ließ es sich im Dettingen jener Zeit verhältnismäßig gut und sicher leben. Weil sich das Königreich Bayern im Rheinbund mit Napoleon verbündet hatte, teilte Napoleon 1806 die Herrschaft Kellmünz dem Königreich Bayern zu und zwar dem Oberamt Illereichen. Unser Dorf gehörte dadurch knapp 5 Jahre zum Königreich Bayern. Der Pariser Staatsvertrag im Jahre 1810 brachte das Ende der Zugehörigkeit zur Herrschaft Kellmünz. Die Teile der ehemaligen Herrschaft Kellmünz, die links an der Iller lagen, wurden dem Königreich Baden-Württemberg zugesprochen, die rechts der Iller liegenden Orte verblieben beim Königreich Bayern. Weiter... |